Ein wahres Verbrechen schildert die deutsche Autrorin Andrea Maria Schenkel in diesem Krimi.
Sprachlich raffiniert und authentisch erzählt der Film vom Mord an sechs Menschen, der sich in den 1920er Jahren in Oberbayern ereignete.
Ein true crime, ein wahres Verbrechen, hat sich Andrea Maria Schenkel vorgenommen. Allerdings liegt der Fall schon mehr als 80 Jahre zurück: In der Nacht auf den 1. April 1922 wurden auf einem abgelegenen Bauernhof in Oberbayern sechs Menschen mit einer Spitzhacke erschlagen: der Bauer, die Bäuerin, die Tochter, deren Kinder und die Magd. Der Kriminalfall ist nie aufgeklärt worden und letztlich als ungeklärter Raubmord zu den Akten gelegt worden.
Spekulationen über das Massaker von Hinterkaifeck - so hieß der Einödhof - haben sich bis heute gehalten: von der Tat eines Wahnsinnigen über den Amoklauf eines enttäuschten Liebhabers bis hin zu einem Fememord im nationalsozialistischen Freikorpsmilieu.
Nachdem die Spekulation der Grundnahrungsstoff der Literatur im Allgemeinen und der Kriminalliteratur im Besonderen ist, ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass dieser "cold case" nun in Krimiform neu aufgerollt worden ist. Andrea Maria Schenkel heißt die deutsche Autorin, die mit "Tannöd" debütiert hat.
Text: ORF
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