Spurlos verschwunden (FS - FHD)

Während eines Sommerurlaubs in Frankreich verschwindet die Niederländerin Saskia spurlos an einer Raststätte.

Verzweifelt gibt ihr Partner Rex sein berufliches und soziales Leben auf, um sich ausschließlich der Suche nach ihr zu widmen. Nach drei Jahren erfolgloser Nachforschungen erhält er eine seltsame Postkarte. - Thriller von George Sluizer (1988)

Rex und Saskia, ein junges Paar aus den Niederlanden, haben während ihrer Fahrt in den Urlaub einen heftigen Streit. Als sie kurz darauf an einer großen französischen Raststätte haltmachen, scheinen die Wogen wieder geglättet und die beiden so verliebt wie nie. Rex lässt Saskia für ein paar Minuten allein und ist schockiert, als er sie bei seiner Rückkehr nicht mehr antrifft. Er sucht sie verzweifelt auf der gesamten Raststätte, muss aber feststellen, dass sie verschwunden ist, ohne ein Zeichen zu hinterlassen. Seine Welt zerbricht.

Drei Jahre lang durchkämmt er Zeitungsarchive, befragt Psychiater und hängt Fahndungsplakate auf – vergeblich. Bis der Familienvater Raymond ihn schließlich kontaktiert und sich als Entführer zu erkennen gibt. Er stellt Rex vor eine makabre Wahl: Er werde ihm erzählen, was mit Saskia geschehen ist, aber nur, wenn Rex sofort mit ihm nach Frankreich fährt; er solle am Tatort selbst durchleben, was Saskia widerfahren ist. Falls er nicht mitkommt, werde er nie erfahren, was an dem Tag wirklich geschah. Rex lässt sich widerwillig darauf ein.

George Sluizer inszeniert die Begegnungen zwischen Täter und Opfer als klaustrophobisches Psychospiel. Raymond, ein äußerlich scheinbar normaler Chemielehrer, offenbart sich als kühler Manipulator, der Saskias Entführung minuziös als "perfektes Verbrechen" geplant hat. Rex' Verzweiflung nutzt er geschickt aus, um ihn in einen Strudel aus Schuldvorwürfen und Neugierde zu ziehen. Die Kamera folgt beiden durch triviale Alltagsszenen, die den Abgrund hinter der gewöhnlichen Fassade nur unterstreichen. Das legendäre Finale hinterlässt eine bleierne Leere – und Fragen nach der menschlichen Fähigkeit, das Unfassbare zu akzeptieren.

Mit
Bernard-Pierre Donnadieu (Raymond Lemorne)
Gene Bervoets (Rex Hofman)
Johanna ter Steege (Saskia Wagter)
Gwen Eckhaus (Lieneke)
Bernadette Le Saché (Simone Lemorne)
Tania Latarjet (Denise Lemorne)
Lucille Glenn (Gabrielle Lemorne), Pierre Forget (Laurent), Raphaëline Goupilleau (Gisele Marzin)

Regie: George Sluizer, Drehbuch: Tim Krabbé, Autor:in: Tim Krabbé, Produktion: Golden Egg, Argos Films, Ingrid Productions
Produzent/-in: Anne Lordon, George Sluizer
Kamera: Toni Kuhn
Schnitt: George Sluizer, Lin Friedman
Musik, Henny Vrienten
Land: Frankreich, Deutschland, Niederlande
Jahr: 1988
Herkunft: ARTE F
Laufzeit: 01:42:10:45
Text: Arte.tv

  • (Bild für) Arte

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Dieser Artikel wurde am Dienstag 29 April, 2025 im Shop aufgenommen.