Die Straßen von St. Pauli (1/5)
Verrucht, mysteriös und sagenumwoben: Das Rotlicht von St. Pauli hat schon immer eine besondere Anziehungskraft. Die lebendige Chronik dieses so bunten, schillernden Ortes erzählt Geschichten von korrupten Polizisten, Bürgerwehr und Selbstjustiz, von Geldwäsche und Auftragsmorden - aber auch von Familie, Sippschaft und Zusammenhalt.
Die Straßen von St. Pauli (2/5)
Die "Reeperbahn" ist die wohl bekannteste Meile Deutschlands: Sie lässt uns in die freizügigen 70er Jahre rauschen und Glanz und Schattenseiten des aufblühenden Rotlicht- und Verbrechermilieus rund um den Hans-Albers-Platz entdecken.
In einer Seitenstraße der Reeperbahn hat Barfrau Rosi mittlerweile die urige Seemannskneipe ihres Vaters übernommen und in eine Musik-Bar verwandelt. Währenddessen treibt gleich nebenan im "Goldenen Handschuh" der Frauenmörder Fritz Honka sein Unwesen.
Die Straßen von St. Pauli (3/5)
Auf der "Davidstraße" tauchen wir in die harten 80er Jahre ein, die von Drogen, Aids und blutigen Zuhälterkriegen überschattet werden. Von einer jungen Prostituierten, die sich vom Straßenstrich selbstbewusst in die Herbertstraße "hocharbeitet", über den Kult-Italiener und Szenetreff "Cuneo" bis hin zur Davidwache, dem kleinsten Polizeirevier Deutschlands, erleben wir den Verfall des Rotlicht-Milieus und somit auch den Niedergang von Wirtschaftskraft, Glitzer und Glamour des gesamten Viertels.
Die Straßen von St. Pauli (4/5)
Die "Hafenstraße" führt uns in eine rebellische Ecke St. Paulis, die von besetzten Häusern, brutalen Straßenkämpfen und dem Wiederaufstieg des FC St. Pauli in die erste Liga geprägt ist.
Die Straßen von St. Pauli (5/5)
n den späten 80er Jahren bleiben aufgrund von Aids und Gewalt auf St. Pauli die Touristen fern. Wie so viele weitere Etablissements steht auch das "Panoptikum", eines der ältesten Wachsfigurenkabinette Deutschlands, plötzlich vor dem Aus. Corny Littmann und sein "schwules Volkstheater" indes begründen eine Neuausrichtung der Szene am Spielbudenplatz: Littmann eröffnet mit der späteren Kult-Diva Lilo Wanders das "Schmidt Theater" und trägt so wesentlich zur Wandlung des Kiezes als modernes Ausgehviertel bei.
Mitwirkende:
Kamera: Christiane Buchmann
Regie: Britta Schöning
Text: ARD
Lauflänge pro Folge: ca. 40 Min.