Im Bauernepos «Uli der Knecht» verkörpert Hannes Schmidhauser den Uli, der es vom Waisenkind zum Meisterknecht und schliesslich zum angesehenen Pächter der Glungge bringt.
Liselotte Pulver ist das Vreneli, seine spätere Frau. Der Film wurde zum Kinorenner und machte beide Hauptdarsteller zu Stars.
Einem Knecht, der den Kopf voll Wein und Schnaps hat, will der Bodenbauer (Heinrich Gretler) sein Vieh nicht anvertrauen. Das erfährt Uli (Hannes Schmidhauser) bei einem nächtlichen Gespräch auf der Bank vor dem Haus. Der Knecht, der als Waisenkind aufgewachsen ist, geht in sich.
Auf dem Markt treffen sich wenig später der Bodenbauer und der eigenwillige Joggeli von der Glungge (Emil Hegetschweiler). Joggeli sucht einen Meisterknecht und bekommt guten Rat.
Uli tritt zu Neujahr auf dem Glunggenhof an. Hier erwartet ihn allerdings wenig Freundlichkeit. Der Knecht (Max Haufler) will Ulis Pferd nicht in den Stall führen. In der Stube streitet sich Joggeli mit seinem Sohn Johannes (Erwin Kohlund) und dessen Frau Trinette (Stephanie Glaser). Nur die Glunggenbäuerin (Hedda Koppé) heisst Uli herzlich willkommen, und das uneheliche Vreneli (Liselotte Pulver), das hier im Dienst steht, zeigt ihm, wo er schlafen kann.
Obwohl der Meister ihm kaum hilft, weiss Uli sich gegen zwei faule, bösartige Knechte durchzusetzen. Als sie absichtlich ein geladenes Fuder in den Graben fahren lassen, überspannen sie den Bogen und werden von Joggeli entlassen.
Nicht nur der Glunggenbauer, sondern auch seine Tochter Elisi (Marianne Matti) merken allmählich, was in Uli steckt. Ungeniert sucht ihn Elisi für sich zu gewinnen. Doch Uli entdeckt, wie gut die Magd Vreneli zu ihm passen würde.
Darsteller*innen
Hannes Schmidhauser als Uli, Liselotte Pulver als Vreneli, Heinrich Gretler als Johannes, Bodenbauer, Gertrud Jauch als Bodenbäuerin, Emil Hegetschweiler als Joggeli, Hedda Koppé als Glunggenbäuerin, Marianne Matti als Elisi, Erwin Kohlund als Johannes, Stephanie Glaser als Tinette, Alfred Rasser als Baumwollhändler, Elisabeth Schnell als Annelise, Linda Geiser als Uersi, Max Haufler als Karrer
Mitwirkende
Produktion: Gloriafilm AG, Zürich
Produzenten: Dr. Oscar Düby und Max Dora
Erstaufführung: 19.10.1954 im Kino Scala in Zürich
Drehzeit: 12. April bis 19. Juni 1954
Innenaufnahmen: Filmstudio Rosenhof, Zürich
Aussenaufnahmen:
Emmental (BE): Brechershäusern ob Wynigen, Eggiwil, Heimischmatt, Würzbrunnen
Bern: Junkerngasse
Regie: Franz Schnyder
Drehbuch: Richard Schweizer, Werner Düggelin und Franz Schnyder
nach dem Roman «Wie Uli der Knecht glücklich wird. Eine Gabe für Dienstboten und Meisterleute» von Jeremias Gotthelf
Kamera: Emil Berna
Musik: Robert Blum
Schnitt: Hans-Heinrich Egger und Hermann Haller
Text: SRF
Lauflänge: 01:39:53