Die schwarzen Schmetterlinge (WS - HD)

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Adrien ist ein gescheiterter Schriftsteller, sein Erfolg liegt Jahre zurück.

Als ihn Albert für eine große Summe beauftragt, seine Lebensgeschichte aufzuschreiben, sagt er sofort zu. Albert erzählt von seiner schwierigen Kindheit in der Nachkriegszeit und seiner großen Liebe Solange. Er legt auch eine Beichte ab: In Notwehr habe er mit Solange zwei junge Männer getötet.

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Der Schriftsteller Adrien kämpft seit Jahren mit einer Schreibblockade. Da bittet ihn Albert, ein begeisterter Leser seines letzten Romans, seine Lebensgeschichte für ihn aufzuschreiben. Die Bezahlung ist hervorragend und Adrien nimmt den Auftrag an. Der alte Albert lebt seit dem Tod seiner Frau Solange allein in einem abgeschiedenen Haus. Beim ersten Treffen lässt er Adrien wissen: "Solange und ich haben uns versprochen, es niemandem zu erzählen." Welches Geheimnis wird er Adrien offenbaren?

Albert wächst in der Nachkriegszeit ohne Eltern auf und wird von den Schulkameraden gehänselt. In der Außenseiterin Solange, deren Vater Deutscher ist, findet er seine erste Verbündete und seine große Liebe. Doch dann nimmt ein Tag am Meer eine unerwartete Wendung. Als Solange die Avancen eines jungen Mannes ablehnt, versucht dieser, sie zu vergewaltigen. In Notwehr ersticht sie ihn mit einem Korkenzieher. Anschließend ertränkt Albert den Bruder des Angreifers und einzigen Zeugen. Der Schock sitzt tief, doch die Tat schweißt das junge Paar zusammen.

Adrien ist von Alberts Erzählung fasziniert. Die Geschichte schreibt sich wie von selbst. Wieder zum Schriftsteller erwacht, blüht auch die Beziehung zu seiner Partnerin Nora wieder auf, die unter seiner Schaffenskrise gelitten hatte. Zur gleichen Zeit taucht eine alte Akte bei der Polizei auf. Bereits vor sieben Jahren hatte Kommissar Carrel diese Akte angefordert, erst jetzt bekommt er Einsicht in die Details. Doch was hat der alte Mordfall um einen US-Amerikaner mit der Liebesgeschichte von Albert und Solange zu tun?

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Adrien setzt seine Arbeit mit Albert fort. Als Albert behauptet, den amerikanischen Fotografen Steven Powell getötet zu haben, glaubt ihm Adrien zunächst kein Wort. Er beendet die Zusammenarbeit, doch dann stellt sich heraus: Albert hat die Wahrheit gesagt. Damit ist Adrien zum Mitwisser geworden und steht vor einem moralischen Dilemma.

Adriens zweiter Besuch bei Albert Desiderio lässt ihn weitere Details über das Zusammenleben des Paares erfahren. In den frühen 1970er Jahren eröffnen Albert und Solange einen Frisiersalon in der Stadt. Als Solange schwanger wird, überredet Albert sie zu einer Abtreibung. Kinder passen nicht zu seinem Lebensstil. Im Sommerurlaub an der Côte d’Azur lernen sie den US-Amerikaner Steven Powell kennen, der mit Solange ein spontanes Fotoshooting veranstaltet. Die ausgelassene Stimmung kippt, als Steven sich an Solange heranmacht. Sie will ihn abweisen, doch Steven versucht, sie zu vergewaltigen – woraufhin Albert ihn ersticht.

Adrien glaubt, dass Albert lügt, und bricht das Interview ab. Doch nach einer kurzen Recherche stellt er fest: Albert hat die Wahrheit gesagt. Zu Hause wartet Adriens Verleger, der ihm, begeistert von dem neuen Stoff, einen Vertrag anbietet. Als auch Adriens Partnerin Nora ihn drängt, weiterzuschreiben, sieht er für sich keine andere Wahl, als zu Albert zurückzukehren. Unterdessen versucht Kommissar Carrel, aus der alten Akte schlau zu werden. Langsam ergibt sich aus den Einzelteilen ein Gesamtbild.

Adrien taucht tiefer in Alberts Vergangenheit ein und wird Mitwisser weiterer Gräueltaten. Er findet heraus, dass Albert und Solange nach dem Tod von Steven Powell ein mörderisches System etablierten. Sie reisten durch verschiedene Regionen Frankreichs und suchten sich an jedem Ort ein neues Opfer. Durch ihre tödlichen Urlaubsaktivitäten schien ihr Liebesleben aufzublühen.

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Albert und Solange setzen ihr mörderisches Spiel fort. Als eines der Opfer ein Baby hinterlässt, will Solange es behalten. Doch das kommt für Albert nicht infrage, er setzt den kleinen Jungen auf dem Friedhof aus. Adrien belastet die Arbeit mit Albert mittlerweile so sehr, dass er in alte Muster verfällt. Und Kommissar Carrel stattet Albert im Alleingang einen Besuch ab.

Nachdem Albert bereits vieles aus seinem Leben erzählt hat, fragt er Adrien nach dessen Vergangenheit: Alkoholsucht, Körperverletzung, Gefängnis – eine weiße Weste kann Adrien auch nicht vorweisen. Doch Alberts Taten sind nicht zu überbieten. Er und Solange setzen ihr grausames Spiel fort. Einmal bleibt neben der Leiche des Opfers ein Baby zurück. Solange fleht Albert an, es zu sich nehmen zu dürfen. Doch für Albert kommt ein Kind nicht infrage, so dass er den Kleinen schließlich auf einem Friedhof aussetzt. Wie so oft hat Solange das Nachsehen.

Adrien nimmt die Arbeit mit Albert mittlerweile vollkommen ein. Er droht wieder in alte Muster zu verfallen, trinkt und ist zunehmend gewalttätig. Als er aus Eifersucht Noras Kollegen Alan angeht, eskaliert die Situation. Um die Beziehung mit Nora zu retten und sich auf seine Arbeit zu konzentrieren, zieht Adrien vorübergehend in ein Hotel. Bei einem weiteren Besuch bei Albert trifft er auf die selbstbewusste Nastya. Adrien fühlt sich merkwürdig zu ihr hingezogen. Nastya ist gerade einmal halb so alt wie Albert, doch die beiden scheinen sich gut zu kennen. Welche Rolle spielt sie in der Geschichte?

Währenddessen ist Kommissar Carrel mit seiner privaten Recherche langsam am Ende seiner Kräfte. Doch das Ziel rückt immer näher: Er hat bereits einen Namen und eine Adresse des Mannes, den er seit Jahren sucht: Albert Desiderio. Carrel macht sich in der Nacht auf den Weg zu Albert, um ihn zu konfrontieren. Was will Carrel von Albert – und wird er finden, was er sucht?

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Nachdem Albert Kommissar Carrel zu Boden geschlagen hat, beseitigt er alle Spuren. Carrel ist der kleine Junge, den Albert in den 1970ern ausgesetzt hat. Solange hatte es das Herz gebrochen, den Jungen zurückzulassen, sie hatte keine Lust mehr auf das Spiel. Albert beginnt allerdings, in seinem Kopf Lust und Mord zu verwechseln, und attackiert schließlich ein unschuldiges Paar.

Kommissar Carrel wird von Albert zu Boden geschlagen und in den Keller gezerrt. Albert versucht, alle Beweise zu vernichten und seine Tat zu vertuschen. Er ist verantwortlich dafür, dass Carrel ohne Vater aufwachsen musste.
Als Albert ihn damals hilflos auf dem Friedhof ausgesetzt hat, ist Solange wie ausgewechselt. Sie hätte das Baby behalten wollen und fühlt sich von ihrem Ehemann missverstanden. Solange hat keine Lust mehr auf die Liebesspielchen, doch Albert will weiter morden. Als Solange Alberts Annäherungsversuche abweist, versucht er, die Intimität durch einen neuen Mord zu erreichen, und greift ein trampendes Paar an. Doch das Paar wehrt sich und Albert wird dabei selbst schwer verletzt. Im Krankenhaus werden die beiden von einem Polizisten aus Biarritz befragt, der nach einem umherziehenden Mörder-Paar sucht. Doch der Polizist sieht sie als neue Opfer, nicht als Täter.

Adriens Schreibfluss kommt ins Stocken, als er Albert nicht mehr erreicht. Er beschließt, seine Zeit mit Partys, Drogen, Alkohol und Nastya zu verbringen. Doch der Zusammenhang zwischen ihr und Albert erschließt sich für Adrien immer noch nicht. Währenddessen liegt Albert im Krankenhaus und nutzt die Zeit dafür, seine Lebensgeschichte auf Adriens Diktiergerät aufzunehmen. Solange machte sich nach der Beziehungskrise auf die Suche nach ihrem Vater Hans Schreiber und erfuhr zunächst Unterstützung von Albert. Doch als das Treffen nicht gut verlief, tötete Albert Solanges Vater und dessen Frau. Zurück blieb das Kind der beiden. Ein kleines Mädchen.

Das Drehbuch zu "Die schwarzen Schmetterlinge" stammt von Bruno Merle und Olivier Abbou, wobei Abbou auch Regie führte. Im Zentrum der sechsteiligen Serie steht der Schriftsteller Adrien, der von Nicolas Duvauchelle ("Es brennt in mir", 2003; "Polizei", 2011) verkörpert wird. Duvauchelle ist ein bekanntes Gesicht des französischen Films und wurde mehrfach für den César nominiert. Der 2024 verstorbene Niels Arestrup ("Ein Prophet", 2009; "Diplomatie", 2014) wurde dreifach mit dem César ausgezeichnet und überzeugt in der Rolle des Albert Desiderio.

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Endlich erfährt Adrien, was Nastya und Albert verbindet. Sie ist die kleine Tochter von Solanges Vater, den Albert erstochen hat. Adrien ist außer sich und konfrontiert den alten Mann. Als der kranke Albert sich sein Insulin spritzt, erfährt Adrien, dass Albert am selben Typ Diabetes leidet wie er selbst. Da zählt Adrien eins und eins zusammen ...
Adrien wird erneut an seine Grenzen gebracht, als Albert die ganze Wahrheit über Nastya preisgibt. Nastya ist Solanges Halbschwester. Adrien kann kaum fassen, was er da erfährt, und stellt Albert zur Rede. Dass Nastya Solanges Schwester ist, hätte er gerne erfahren, bevor er sich auf sie einließ. Albert gibt sich unschuldig: Adrien habe ihn doch gebeten, der Reihe nach zu erzählen.

Als Adrien dann noch erfährt, dass Albert ebenso wie er selbst an einer vererbbaren Diabetes-Variante leidet, zählt er eins und eins zusammen: Albert ist sein leiblicher Vater. Albert hat ihn also nur engagiert, um seinen Sohn kennenzulernen, bevor er stirbt. Adrien spürt unbändige Wut in sich aufsteigen ...
Währenddessen wird Kommissar Carrel immer noch unbemerkt in Alberts Keller gefangen gehalten. Seine Kollegen bei der Polizei vermuten, dass er untergetaucht ist. Nur Mathilde glaubt nicht an ein freiwilliges Verschwinden und macht sich auf die Suche nach ihm.

Nach der Buchveröffentlichung leben Adrien, Nora und ihr Baby Roman auf Korsika. Adriens Roman "Die schwarzen Schmetterlinge" ist ein voller Erfolg. Als er beruflich nach Paris muss, trifft Adrien bei einer Lesung unverhofft auf seine Mutter Catherine. Er hatte nach dem Schock mit Albert den Kontakt zu seiner Mutter abgebrochen. Das Vertrauen ist dahin, nicht einmal den Enkelsohn will Adrien ihr vorstellen. Catherine dagegen möchte sich mit Adrien versöhnen und bittet um eine Aussprache. Doch kann Adrien die ganze Wahrheit überhaupt vertragen?

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Als Solange schwanger wird, verlässt sie Albert. Sie beginnt ein neues Leben in Brüssel, unter dem neuen Namen Catherine. Zurück in der Gegenwart hat Adrien die Lügengeschichten seiner Mutter satt und beginnt, selbst nachzuforschen. Als Nastya einen Blick in Adriens Roman wirft, wird ihr klar, dass Albert die Wahrheit komplett verdreht hat. Was ist wirklich passiert?

Adrien will mehr über den Tod seines Ziehvaters Wim herausfinden und begibt sich erneut auf die Suche nach Antworten in Brüssel. Er durchforstet alte Zeitungsartikel und findet schließlich heraus, dass Catherine Wim erstochen hat – in Notwehr. Als Adrien sie damit konfrontiert, erzählt sie ihm von ihrer Ehe mit Wim.

Adrien weiß nicht mehr, wem oder was er noch glauben soll, und sucht Trost bei Nastya. Sie hatte sich bisher wenig für Adriens Roman interessiert. Als sie schließlich doch einen Blick hineinwirft, ist sie zutiefst verletzt und schockiert über die Lügen, die Adrien niedergeschrieben hat. Aus ihrem Kindheitstrauma hat er ein reißerisches Drama gemacht, das sich gut verkaufen lässt. Adrien beteuert, dass Albert das alles so erzählt habe. Nastya klärt ihn auf und beschreibt, was tatsächlich damals passiert ist.

In der Zwischenzeit findet Mathilde Carrels Leiche in Alberts Kellerversteck. Carrel hat einen Hinweis hinterlassen, der Mathilde direkt zu Adrien Winckler führt. Adrien will das Ende seines Buchs nach Nastyas Aufklärung noch einmal abändern und kommt in Zeitnot. Die Polizei ist ihm dicht auf den Fersen.

Mit
Nicolas Duvauchelle (Adrien), Niels Arestrup (Albert), Axel Granberger (Albert jung), Alyzée Costes (Solange), Alice Belaïdi (Nora), Brigitte Catillon (Catherine), Marie Denarnaud (Mathilde), Sami Bouajila (Carrel), Henny Reents (Nastya), Lola Créton (die echte Solange), Valentino Genitoni Alati (Adrien als Kind), Roy Aernouts (Wim Winckler)

Regie: Olivier Abbou
Drehbuch: Bruno Merle, Olivier Abbou
Produktion: ARTE France, GMT Productions, Jack N’a Qu’un Oeil, Pictanovo
Produzent/-in: Bruno Merle, Julien Dewolf, Mathieu Elkaim, Myriam Gharbi de Vasselot, Olivier Abbou
Kamera: Antoine Sanier
Schnitt: Emilie Orsini, Benjamin Favreul
Musik: Clément Tery
Kostüme: Frédéric Cambier
Szenenbild / Bauten: David Bersanetti
Land: Frankreich
Text: Arte.tv
Lauflänge pro Folge: ca. 60 Min.

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Dieser Artikel wurde am Montag 07 September, 2026 im Shop aufgenommen.