Prisoner 951 (FS - HD)

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April 2016: Am Flughafen Teheran wird Nazanin plötzlich festgenommen, angeblich wegen eines Passproblems.

Ihre kleine Tochter Gabriella bleibt zurück. In London glaubt ihr Mann Richard zunächst an ein Missverständnis. Doch bald wird klar: Nazanin ist eine politische Geisel. Während sie in Einzelhaft leidet, beginnt Richard einen verzweifelten Kampf um ihre Freilassung.

Prisoner 951 (1/4) Der Moment, in dem alles kippt
Teheran, April 2016: Nazanin Zaghari-Ratcliffe verabschiedet sich von ihrer Familie und macht sich mit ihrer kleinen Tochter Gabriella auf den Heimweg nach London. Doch am Flughafen wird sie plötzlich vom Sicherheitspersonal aufgehalten – angeblich wegen eines Problems mit ihrem Reisepass. Gabriella wird ihr entrissen – und Nazanin verschwindet.

In London erfährt ihr Ehemann Richard von der vermeintlichen Verzögerung. Noch glaubt er an ein Missverständnis. Doch die Tage vergehen ohne Nachricht. Nazanin wird der Spionage beschuldigt, in Einzelhaft gesteckt und Hunderte Kilometer entfernt nach Kerman verlegt. Die Verhöre sind brutal, die Isolation zermürbend.

Richard beginnt zu recherchieren, kontaktiert Behörden und andere betroffene Familien. Die Wahrheit ist erschütternd: Nazanin ist kein Einzelfall – sie ist Teil eines politischen Machtspiels. Während das Außenministerium zur Geduld mahnt, wächst Richards Verzweiflung. Er erkennt: Schweigen hilft niemandem. Die Welt muss erfahren, was geschehen ist. Und so beginnt sein Kampf – gegen die langsamen Mühlen der Bürokratie britischer Behörden, die internationale Gleichgültigkeit und für die Freiheit seiner Frau.

Nach 38 Tagen gibt es ein erstes Lebenszeichen: Nazanin darf ihre Tochter für eine Stunde sehen – ein bittersüßer Moment, bevor sie erneut getrennt werden. Richard gibt nicht auf. Er fordert Antworten, sucht Verbündete, spricht im Fernsehen. Dann, nach fast zwei Monaten, hört er endlich Nazanins Stimme am Telefon. Ein kurzer, elektrisierender Augenblick, in dem er ihr verspricht: "Ich hole dich nach Hause."

Prisoner 951 (2/4) Eine alte Schuld
Als Nazanin glaubt, endlich freizukommen, wird sie stattdessen zurück ins berüchtigte Evin-Gefängnis gebracht. Einzelhaft, endlose Verhöre und neue Anschuldigungen bringen sie an ihre Grenzen. In London deckt Richard den Grund für die Entführung seiner Frau auf, stößt jedoch auf wenig Gehör. Als Nazanin zu fünf Jahren Haft verurteilt wird, wächst die Verzweiflung. Was tun?

Nazanin glaubt, ihr Alptraum wäre vorbei – ihre Freilassung steht bevor. Doch am Flughafen endet die Hoffnung abrupt: Statt des Heimflugs wartet der Rücktransport ins berüchtigte Evin-Gefängnis. Einzelhaft, endlose Verhöre, neue Anschuldigungen folgen. Nun soll ihr Mann Richard ein Spion sein. Nazanin bleibt standhaft, doch die psychische Belastung wächst.

In London kämpft Richard gegen die Zeit – und gegen die Gleichgültigkeit. Medien und Regierung wenden sich ab, während Gerüchte über einen geheimen Deal kursieren. Die Iraner behaupten, ein Abkommen könne Nazanins Freiheit sichern, doch das Außenministerium dementiert. Richard fühlt sich machtlos, gefangen in der Bürokratie, die eigene politische Ziele verfolgt. Verzweifelt geht er an die Öffentlichkeit, doch die Welt hört kaum hin.
Als Nazanin schließlich vor Gericht gebracht wird, verurteilt man sie ohne Beweise zu fünf Jahren Haft. Die Nachricht trifft ihre Familie wie ein Schlag. Nazanin versucht, ihre Verzweiflung zu verbergen, und klammert sich an die Hoffnung auf Berufung.

Richard deckt schließlich die Wahrheit auf: Ein jahrzehntealter Waffendeal – britische Panzer, nie geliefert, 400 Millionen Pfund Schulden. Der Iran will sein Geld zurück und nutzt Nazanin als Druckmittel. Für Richard ist das der Schlüssel zur Rettung.

Doch Nazanin bricht zusammen. In einem letzten Akt des Widerstands tritt sie in den Hungerstreik. Tag für Tag verweigert sie Nahrung, bis ihre Familie sie im Gefängnis sieht. Der Schmerz ihrer Mutter zwingt Nazanin zur Entscheidung: Sie muss überleben, für Gabriella und für die Hoffnung.

Prisoner 951 (3/4) Der Preis der Freiheit
Weihnachten in London ist überschattet von Nazanins Abwesenheit. Während Richard um seine Tochter kämpft und gegen die Untätigkeit der Regierung anrennt, findet Nazanin im Frauentrakt des Evin-Gefängnisses neuen Halt. Hoffnung keimt auf – doch die unbedachte Äußerung eines Politikers gefährdet ihren Fall. Richard und Nazanin treffen eine qualvolle Familienentscheidung.

Fast acht Monate nach Nazanins Geiselnahme ist Weihnachten in London überschattet von ihrer Abwesenheit. Richards Hoffnung, die Enthüllung des 400-Millionen-Pfund-Waffendeals könnte ihre Freilassung bewirken, schwindet. Auch die Beziehung zu Tochter Gabriella leidet: Kontakt gibt es nur per Video, ihr Englisch ist fast verschwunden.
Dann ein Lichtblick: Nach neun Monaten Einzelhaft wird Nazanin in den Frauentrakt des Evin-Gefängnisses verlegt. Dort findet sie Trost bei anderen politischen Gefangenen, teilt Mahlzeiten, liest und näht – ein Hauch von Normalität hinter Gittern.

Richard kämpft weiter. Doch die Regierung weigert sich, die Schulden zu begleichen, die Nazanins Freilassung ermöglichen könnten, und drängt stattdessen auf Gabriellas Rückkehr ohne ihre Mutter – was Richard ablehnt.
Im November 2017 verschärft Außenminister Boris Johnson die Lage mit der unkorrekten Äußerung, Nazanin habe Journalisten ausgebildet. Die Spionagevorwürfe gewinnen an Gewicht, ihre Berufung scheitert. Richard verschafft sich beim Außenminister Gehör und drängt auf Priorität für den Fall. Hoffnung keimt auf, als Johnson einen Iran-Besuch ankündigt und die Begleichung der Schulden andeutet. Doch die Reise endet ohne Ergebnis.

Nazanin erhält kurzen Hafturlaub – drei Tage, in denen sie Gabriella endlich wieder in den Armen hält. Zurück im Gefängnis bietet man ihr Freiheit an – im Austausch für Spionage in London. Nazanin lehnt ab. Sie vertraut niemandem. Schließlich beschließen Nazanin und Richard schweren Herzens, Gabriella zur Sicherung ihrer Zukunft nach Großbritannien zurückzuholen.

Prisoner 951 (4/4) Das Geständnis
Gabriellas Rückkehr nach London bringt Hoffnung und Herzschmerz: Während Richard um Nähe zu seiner entfremdeten Tochter ringt, kämpft Nazanin im Iran weiter um ihre Freiheit. Die Pandemie, neue Haftstrafen und ein politischer Machtpoker um jahrzehntealte Schulden treiben beide an ihre Grenzen – bis ein riskantes Geständnis alles entscheidet.
Gabriella kehrt nach London zurück und Richard sieht seine Tochter endlich wieder. Doch die Sprachbarriere ist groß. Ihr Onkel Mohammad übersetzt, während Richard verzweifelt versucht, Nähe und Vertrauen aufzubauen. Inzwischen macht sich Gabriella mit der ungewohnten Umgebung vertraut. Bei einer Pressekonferenz sorgt sie für einen berührenden Moment, als sie plötzlich dazukommt und auf Richards Schoß klettert.

Dann bricht die Corona-Pandemie aus. Die Angst vor einem Ausbruch im Evin-Gefängnis führt dazu, dass Nazanin auf Bewährung zu ihren Eltern entlassen wird – mit Fußfessel. Ein Vorgeschmack auf Freiheit, überschattet von der Gefahr, zurück in die Zelle zu müssen. Als Nazanin 2021 ihre Strafe verbüßt hat, folgt der nächste Schock: erneute Anschuldigungen und eine zusätzliche Haftstrafe. Richard erkennt, dass dieser Alptraum nicht endet, solange Großbritannien die Schulden aus dem Waffendeal nicht begleicht. Er tritt in den Hungerstreik – 21 Tage lang, bis an die Grenzen seiner Kräfte. Die Welt schaut endlich hin, doch Nazanin bleibt in Haft.

Erst im März 2022 bewegt sich etwas: Ein Flugzeug steht bereit, aber nur, wenn Nazanin ein falsches Geständnis unterschreibt. Nach einer zermürbenden Woche gibt sie nach – und fliegt endlich nach London. Am Flughafen kommt es zum ersehnten Wiedersehen. Nach sechs Jahren halten sich Nazanin, Richard und Gabriella wieder in den Armen. Am nächsten Tag erstattet Großbritannien dem Iran die Schulden aus dem vor Jahrzehnten gescheiterten Handel.

Mit
Narges Rashidi (Nazanin), Joseph Fiennes (Richard), Bijan Daneshmand (Nazanins Vater), Behi Djanati-Atai (Nazanins Mutter), Kavé Niku (Mohammad), Nicholas Farrell (John), Marion Bailey (Barbara), Mana Sayyah (Gabriella), Armin Karima (Seyed), Zanyar Mohammadi (Yazdi), Ava Rose (Gabriella), Melika Foroutan (Narges)

Regie: Philippa Lowthorpe
Drehbuch: Stephen Butchard
Autor:in: Nazanin Zaghari-Ratcliffe, Richard Ratcliffe
Produktion: Dancing Ledge Productions
Produzent/-in: Jenny Frayn
Kamera: Ole Bratt Birkeland
Schnitt: Úna Ní Dhonghaíle
Musik: Dickon Hinchliffe
Land: Großbritannien
Jahr: 2025
Text: Arte.tv
Lauflänge pro Folge: ca. 70 Min.

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Dieser Artikel wurde am Freitag 04 September, 2026 im Shop aufgenommen.